Video

Auswahl von Videos, die von TRIO vis-à-vis aufgenommen wurden. Mehr findest du auf unserem YouTube-Kanal:

VIRUCIDE

Eine interaktive, digitale, überdigitale Musiktheateraufführung mit Performer*innen, Figurentheater und Neue Medien (2021/2022)

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VIRUCIDE beschreibt die dramatische Geschichte eines azellulären mikroskopisch kleinen Infektionserregers (SARS-CoV-2) aus künstlerischer Sicht. Es ist ein biologisches Drama, inspiriert von der Entwicklung des COVID-19 Virus in den vergangenen Jahren und beschreibt hauptsächlich den Kampf zwischen zwei Protagonisten: SARS-CoV-2 und dem Gegenmittel VIRUCIDE. Die Musiktheateraufführung stellt die verschiedenen Phasen des Krankheitsverlaufs des COVID-19 Virus in Zusammenhang mit ihren gesellschaftlichen Auswirkungen und setzt sich gleichzeitig mit der sozialen, psychologischen, politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Dimension in Bezug auf die Folgen auseinander. Letztendlich ist VIRUCIDE ein Musiktheater über das Leben und den Tod.

Aufnahme: 25.10 – 7.11.2021 im Bunker Diakonissenplatz Stuttgart
Komposition/Live-Elektronik/Videoproduktion: Remmy Canedo
Konzept/Projektleitung/Künstlerische Leitung: Natasha López
Liedtext: Natasha López
Musiker: TRIO vis-à-vis (Guillermo González, Flöte; Natasha López, Gesang und Violine); Hugo Rannou, Violoncello)
Interview: Klaus-Peter Grassnick (Vorsitzender Kultdiak Stuttgart e.V.) Natasha López (Leiterin des TRIO vis-à-vis)
Videodokumentation: Patricio González
Videobearbeitung: Patricio González und Remmy Canedo

Eine Produktion von Natasha López und Remmy Canedo
Gefördert durch: Kulturamt Stuttgart, Musikfonds e. V., BKM und NEU START KULTUR, MWK (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)
Kooperationspartner: SKAM e. V. und FTTS e. v.
Mit freundlicher Unterstützung von: KU-BU.de, Kultdiak Stuttgart e. v.

TRIO

noVOICE – noBODY

eine Musik- und Tanzperformance für 3 Tänzer*innen, 3 Musiker*innen über Macht und Freiheit (2019)

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“Wenn es Machtbeziehungen gibt, die das gesamte soziale Feld durchziehen, dann deshalb, weil es überall Freiheit gibt. (…) In sehr vielen Fällen sind die Machtbeziehungen derart verfestigt, dass sie auf Dauer asymmetrisch sind und der Spielraum der Freiheit äußerst beschränkt ist.” (Michel Foucault)

Als Inspiration zu diesem genreübergreifenden Stück diente das Interview mit Michel Foucault (franz. Philosoph und Soziologe) aus dem Jahre 1984 zu dem Thema “Freiheit und Selbstsorge”. Darin legt er sehr eindrücklich dar, wie eng Macht und Freiheit miteinander verwoben sind und dass Machtbeziehungen immer auch Spielräume für Freiheit bieten.

“noVOICE – noBODY” hinterfragt soziale Klischees, Tabus, Realitäten der Mehr- und Minderheiten und stellt die Frage nach der metaphysischen Existenz des Menschen. Die Performance konfrontiert uns mit den Gefühlen, die die Erkenntinis der (Un-)Freiheit in uns auslöst.
Macht und Freiheit sind eng miteinander verwoben. Das genreübergreifende Stück untersucht diese Spielräume und Spannungsverhältnisse zwischen Individuen untereinander und im Verhältnis zur Gesellschaft. “Voice” bedeutet nicht nur die individuelle Artikulierung mit der Stimme, sondern auch Mitspracherecht. Und “body” steht nicht nur für den individuellen Körper, sondern auch für die Gesellschaft.
In episodischen Szenen erforschen die beteiligten Künstler*innen über den Körper, die Stimme und die Musikinstrumente als Erweiterung zur Stimme die verschiedenen Wirkungen, die Macht und (Un)Freiheit erzeugen. Diese Wirkungen spiegeln sich nicht zuletzt in der (un)eingeschränkten Bewegungsfreiheit wider.

Premiere: 25.07.2019, Musik der Jahrhunderte, Theaterhaus (Stuttgart, Germany).
WELTPREMIERE: Ein Kompositionsauftrag von TRIO vis-à-vis
Komposition/Live Electronik/Video: Remmy Canedo
Künstlerische Leitung/Choreographie: Alexandra Mahnke
Konzept/Projektleitung: Natasha López
Yahi Nestor Gahé: Tanz
Maria Kalesnikava: Flöte
Natasha López: Stimme
Alexandra Mahnke: Tanz
Hugo Rannou: Violoncello
Marija Skender: Tanz
Videodokumentation: Nikola Kaloyanov
Videobearbeitung: Remmy Canedo
Textauszüge aus: Michel Foucault, “Macht und Freiheit”; Michel Foucault, “Care of the Self” und “The will to freedom”, von “Critique and Ethics”.

Eine Produktion von: InterAKT Initiative e. V.
Gefördert durch: Stadt Stuttgart, LBBW-Stiftung und S-K-A-M e. V.
Mit freundlicher Unterstützung von: Musik der Jahrhunderte e. V., GEDOK Stuttgart und DUNDU.

Querida presencia

Aus dem Zyklus “Paroles y palabras” (Quattro pezzi per soprano e violoncello, 2001), von IVAN FEDELE

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TRIO vis-à-vis:
Hugo Rannou, Violoncello
Hugo Rannou, Violoncello
Ton- und videoaufnahme und Bearbeitung: Madeline Reinaldo Mendoza
Aufnahmestudio: Hochschule der Medien (Stuttagart)
22.02.2020

“Querida presencia” basiert auf einer Inspiration, poetisch und leicht nostalgisch, die auf revolutionäre Utopien abzielt. Die Spanier umarmten die Südamerikaner des zwanzigsten Jahrhunderts und katalysierten sich um das Bild von Ernesto „Che“ Guevara herum.
In „Querida presencia“ erscheint seine Figur in einer intimen Dimension durch die verfremdete Metrik eines metaphysischen Tangos. Stimme und Instrument sind zunächst distanziert (das Cello singt allein den rhythmischen Bass für 18 Takte) und dann immer näher, eng, ineinander verschlungen bis zum Strudel eines Seiltanzkanons, der den berauschten Höhepunkt des Tanzes markiert, wenn das Bild des Paares von Tangotänzern auftaucht, bevor sie in das träge Finale gleitet.

vis-à-vis

Allons

Aus dem the Zyklus “Paroles y palabras” (Quattro pezzi per soprano e violoncello, 2001), von IVAN FEDELE

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TRIO vis-à-vis:
Hugo Rannou: Violoncello
Natasha López, Sopran
Ton- und videoaufnahme und Bearbeitung: Madeline Reinaldo Mendoza
Aufnahmestudio: Hochschule der Medien (Stuttagart)
22.02.2020

“Allons” wurde anlässlich eines Konzerts geschrieben, das im “Teatro de la Scala” zur Feier des fünfzigsten Jahrestages der Befreiung Italiens gegeben wurde. Viele Komponisten wurden eingeladen, einen originellen Beitrag zu leisten, und anstatt auf bestimmte Texte oder Themen zurückzugreifen, entschied sich Ivan Fedele dafür, seine Absichten mit dem Verb zu symbolisieren, das “La Marseillaise”, eine universelle Hymne an die Freiheit, eröffnet. Das Stück ist jedoch nicht als Kollektivhymne zu verstehen, da es im Gegenteil auf eine individuelle Entdeckungsreise und Selbsterkenntnis verweist.

Ai limiti delle soglie II: con moto trasversale

von Silvia Rosani (2020/2021)

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Dieses neue Werk fur TRIO vis-a-vis beschaftigt sich mit der Umsetzung von Interpretationstechniken fur akustische Instrumente in elektroakustische Hybrid-Instrumente, die Silvia Rosani fur die Mitglieder des Ensembles und sich selbst entwerfen und entwickeln wird. Gemeinsame Gegenstände, die sich kaum von hartem und rauem Material unterscheiden, werden durch elektromagnetische Induktion zu Instrumenten. Alltägliche Gesten wie das Heben eines Armes oder eines Gegenstands helfen dabei, einen Klang zu erzeugen oder zu verarbeiten, was darauf hindeutet, dass das Experimentieren mit Klang eine Aktivität ist, auf die jeder Zugriff hat, auch Nichtmusiker.
Das Werk wird mit dem “Lamento della Ninfa SV163”, von Claudio Monteverdi verbunden, das von den Instrumenten des Trios (Cello, Gesang und Flote) sowie der Hybrid- Instrumente resynthetisiert wird. Das Spektrum der Aufnahme dieses Stuckes wird analysiert und die Frequenzen, die sich aus der Analyse ergeben, werden instrumentell und stimmlich “re-synthetisiert”, so dass manchmal Teile des Originalstückes und manchmal das neue Stück, das mikrotonal ist, gehört wird. Vergangenheit und Gegenwart werden also zusammenleben und eine andere Art von Erinnerung teilen: sowohl musikalisch als auch instrumentell.

Ai limiti delle soglie II: con moto trasversale, für Soprano, Violoncello, Flöte, Komponistin und hybride elektroakustische Instrumente (Feedback auf Metallplatten und Bassflöte, Motoren). WELTPREMIERE. Ein Kompositionsauftrag von TRIO vis-à-vis
Laudatio zur Verleihung des Menschenrechtspreises an Maria Kalesnikava durch die „Gerhart und Renate Baum Stiftung“
Uraufgeführt beim ECLAT Festival
7.02.2021, THEATERHAUS, Stuttgart
„Wir haben dieses Konzert unserer Flötistin und Freundin Maria Kalesnikava gewidmet und durch die Kunst unterstützen wir ihre Freilassung sowie die Umsetzung der Demokratie für das belarussische Volk.“ TRIO vis-à-vis

Eine Produktion von: ECLAT Festival, Musik der Jahrhunderte e. V.
Gefördert durch: Gerhart und Renate Baum Stiftung und Stiftung „Landesbank Baden-Württemberg“

Made in China/ Epitaph

von Alberto Bernal (2021)

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Das Ausgangsmaterial für “Made in China/Epitaph” ist das Gedicht “I fall asleep, just standing like that”, von Xu Lizhi, chinesischer Dichter, der in 2014, im Alter von 24 Jahren, aufgrund seiner quasi sklavistischen Arbeitsbedingungen an der Fabrik der Firma Foxconn in der Stadt von Shenzhen Selbstmord begangen hat. Foxconn ist der Hauptauftragshersteller von den wichtigsten Firmen elektronischer Produkte aller Welt (Apple, Amazon, Dell, Google, Sony, Microsoft…). “Made in China/Epitaph” thematisiert die brutale und undurchsichtige Polarität zwischen den Arbeitsbedingungen der Technologieherstellung und der betäubenden Unterhaltung ihrer Gebrauch. Auf einer Seite steht die reale Präsenz der Instrumenten: sie spielen eine Reihenfolge von verschiedenen Situationen, die aus einem repetitiven (meistens rapido possibile) und entfremdeten phonetischen Verklanglichung des originellen Gedichtes auf Chinesisch auskomponiert werden. Auf der anderen Seite werden Klängen, Musiken, Bilder und Videos, die aus der Suche der Wörter des Gedichtes (nun auf Englisch) in technologischen Plattformen wie Google oder YouTube als Treffer erscheinen, zu einem virtuellen und parallelen Universum. Beide Welten, so getrennt in der realen Gesellschaft, werden hier in einer einzigen Wirklichkeit verbunden, wo die Aktionen und Klänge der Musiker nicht nur an sich gehört werden können, sondern, auch (und oft nur so) durch die live elektronische Modulierung ihres virtuellen und spielerischen Alter Egos, immer so weit der Wirklichkeit, die sie ermöglicht.

Made in China/Epitaph, für Soprano, Violoncello, Flöte und audiovisuelle Projektion (nach einem Gedicht bei Foxconn Arbeiter Xu Lizhi). WELTPREMIERE. Ein Kompositionsauftrag von TRIO vis-à-vis

Uraufgeführt beim Festival “Der Sommer in Stuttgart”
23.07.2021, THEATERHAUS, Stuttgart
Eine Produktion von: Musik der Jahrhunderte e. V.
Gefördert durch: Musikfonds e. V. und Musik der Jahrhunderte e. V.

(neo)liberal systems #2 «crescendo»

von Alberto Bernal (2019)

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“(neo)liberal systems#2 «crescendo»” ist eine neue Reihe von Stücken über den Widerspruch, eine quasi unendliche Freiheit in einem Kontext auszuüben, der sie toleriert, sie aber gleichzeitig in verschiedenen Systemen assimiliert, die diese “Freiheit” verwalten und auf eine einzige Funktion und Bedeutung reduzieren.
In allen Stücken gibt es eine radikale Unterscheidung zwischen der von den Musikern produzierten Materialität und dem herrschenden System. Es gibt keine konventionelle Partitur, die den Musikern zeigt, was sie spielen sollen, aber sie haben die Freiheit, ihr eigenes Material, ihre Instrumente und ihre eigene Spielweise zu bestimmen (vorher ausgehandelt oder nicht ausgehandelt).
Mit dem Untertitel “Crescendo” reagiert dieses zweite Stück auf eine sehr einfache Tendenz: Alles, was von den Musikern gespielt wird, wird immer wieder aufgenommen und wiedergegeben, so dass nach und nach eine große Masse von mehr und mehr Schichten eines Klangs entsteht: ein unendlicher Prozess des Wachstums und der Anhäufung von Materialien, deren einziges Ziel es ist, weiter zu wachsen und anzusammeln.
In gewissem Sinne sind “(neo-)liberal systems” Stücke, die gleichzeitig in den Genres der freien Improvisation und der geschriebenen/fixierten Musik auftreten, und zwar nicht als Hybrid zwischen beiden, sondern vielmehr als Bewegung, die zwischen Freiheit und absoluter Entschlossenheit oszilliert.

(neo)liberal systems #2 «crescendo» (2019), für beliebige Besetzung und Live Elektronik

Aufgeführt beim Festival “Der Sommer in Stuttgart”
23.07.2021, THEATERHAUS, Stuttgart
Eine Produktion von: Musik der Jahrhunderte e. V.
Gefördert durch: Musikfonds e. V. und Musik der Jahrhunderte e. V.

impossible translations #5

von Alberto Bernal (2021)

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“Impossible translations” ist eine Reihe von Stücken fur akustische Instrumente und Video in denen der Komponist Alberto Bernal versucht, eine Beziehung zwischen Musik und Aussenwelt aufzustellen: nicht-musikalische Quelle (Videos oder Standbilder) werden Musik durch eine arbiträre Übersetzung/Übertragung (translation) in eine Spielbare Partitur.
Es geht um die Verbindung zwischen zwei angeblich nicht zusammen passenden Schichten zu zwingen, um das Paradoxon, eine unmögliche Musik über die Materialisierung ihrer unmöglichen Übersetzung zu ermöglichen.
Dieses fünfte Stück der Reihe ist Maria Kalesnikava gewidmet, Flötistin, politische Aktivistin in Belarus und seit September 2020 politische Gefangene in Minsk. Das Videomaterial stammt aus einer Aufzeichnung eines Protests gegen die Inhaftierung friedlicher Demonstranten. Das Originalvideo wurde bereits von der weißrussischen Regierung zensiert.
impossible translations #5, für Flöte und Video. WELTPREMIERE. Ein Kompositionsauftrag von TRIO vis-à-vis an Maria Kalesnikava gewidmet

Uraufgeführt beim Festival “Der Sommer in Stuttgart”
23.07.2021, THEATERHAUS, Stuttgart
Eine Produktion von: Musik der Jahrhunderte e. V.
Gefördert durch: Musikfonds e. V. und Musik der Jahrhunderte e. V.