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8. MAI 2020, STUTTGART

Unendliche Freiheit?

Aspekte „Unendlicher Freiheit“ werden in dem neuen Projekt von TRIO vis-à-vis untersucht, das am 8. Mai 2020 im Rahmen der Südseite Nachts im Theaterhaus Stuttgart uraufgeführt wird. Die beiden Komponist*innen Silvia Rosani (Italien) und Alberto Bernal (Spanien) nähern sich dabei dem Thema durchaus unter ähnlichen Gesichtspunkten. Sie befragen die Beziehungen und Grenzen zwischen Wort, Bild und Ton sowie die gesellschaftspolitische Dimension des Kompositionsprozesses.

Dabei geht es um eine neue Rollenzuweisung von Künstlern und Publikum, um das Aufheben der herrschenden Hierarchien, um das Paradoxon der unendlichen Freiheit in unserer westlichen neoliberalen Gesellschaft, um die Grenze zwischen dem Individuum und den Massenbewegungen und schließlich um die Verbindung von Poesie und Ökonomie, von freiem Willen und Zwang und von individuellen und kollektiven Aktionen.

PROGRAMM:

Alberto Bernal: impossible music #33 «stummer schrei»
Interaktive Installation

Silvia Rosani: White Mask, aus „White Masks“
Zyklus für Cello, Live Elektronik und schwingende Metallplatten (2016-2019) / 7′

Silvia Rosani: Ai Limiti delle soglie II: con moto trasversale (Uraufführung)
für Sopran, Cello, Flöte, Komponistin und hybrid elektroakustische Instrumente (2019/20) / 15′
Ein Kompositionsauftrag von TRIO vis-à-vis*

Silvia Rosani: Als ich ein Kind war, Nr. 1 aus dem Zyklus „Ai limiti delle soglie“
für Sopran und Live Elektronik (2017) / 12′

Alberto Bernal: (neo)liberal systems #2 «crescendo»
für variabel Besetzung und Live Elektronik (2019) / 10′

Alberto Bernal: Made in China (Uraufführung)
für Sopran, Cello, Flöte, audiovisuelle Projektion und live Audio Tracking (2020) / 15′
Ein Kompositionsauftrag von TRIO vis-à-vis*

Silvia Rosani: Interaktive Installation

*mit Unterstützung der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg

Festival Südseite Nachts

Saal P1, Musik der Jahrhunderte

20 Uhr