Raum für Kreation,
Ausdruck und Zusammenarbeit

Kompositionsaufträge neuer
Musik für unsere Besetzung

Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen
Themen im musikalischen Kontext

Das Neue Musik Ensemble TRIO vis-à-vis (Flöte, Violoncello und Stimme) widmet sich dem Experimentieren und der Forschung an Unbekanntem in der Neuen Musik. Mit Begeisterung begibt sich das Trio auf die Reise zu neuen Klängen, Formaten und zur Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Kunstsparten, die zu spannenden, hochaktuellen und besonderen Musikprojekten führen. Das Trio dient als Plattform für Kreativität, Originalität, der Gestaltung von Neuem und dem künstlerischen Ausdruck sowohl für Solomusiker*innen als auch als Ensemblemusiker*innen.

Über uns →

vis-à-vis

TRIO

Unsere nächste Veranstaltung

28., 29. & 30. Oktober

VIRUCIDE

VIRUCIDE ist ein interaktives, interdisziplinäres und intermediales Musiktheater mit Künstler*innen aus Stuttgart, das im Tiefbunker am Diakonissenplatz Stuttgart stattfinden wird. Das Stück ist von der COVID-19-Pandemie inspiriert und behandelt die konkreten Phasen des Krankheitsverlaufs, wobei die Räume des Bunkers einzelne Organe abbilden. Die Hauptfigur SARS-CoV-2 wird von einem Puppenspieler interpretiert, VIRUCIDE (das Gegenmittel) vom TRIO vis-à-vis. Gleichzeitig reflektiert das Musiktheater die gesellschaftlichen, psychologischen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und wirft Fragen zur Globalisierung auf.

Kommende Veranstaltungen →

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Die Geschichte von Maria Kalesnikava

Maria Kalesnikava wurde in Minsk/Weißrussland geboren. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Querflöte und ging später nach Deutschland, um Alte Musik und Neue Musik an der Musikhochschule Stuttgart zu studieren, wo wir uns 2012 kennenlernten. Unsere Freundschaft und ihre Begeisterung und Leidenschaft für zeitgenössische Musik wuchsen und führten dazu, dass sie von 2016 bis 2020 die Soloflötist des TRIO vis-à-vis war. Wir haben gemeinsam sehr interessante Projekte ins Leben gerufen und realisiert und Konzerte im In- und Ausland gespielt, bei denen der Spaß und die Freude am Musizieren immer präsent waren.

Ihre Stärke, ihr Talent und ihrer Enthusiasmus trieb sie an, sich stetig zu verbessern und ihre Träume im künstlerischen Bereich zu verwirklichen. Geleitet durch ihren starken Sinn für Verantwortung, Gerechtigkeit und Freiheit fing sie an, sich intensiv zusammen mit den Oppositionsführerinnen Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo für den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen in Belarus im August 2020 einzusetzen. Seit dem 9. September 2020 ist unsere Freundin und Musikkollegin inhaftiert und zu 11 Jahren Haft verurteilt.

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MARIA KALESNIKAVA wurde in Minsk/ Belarus geboren. Nach ihrem Abschluss als Flötistin (Solistenklasse) in Minsk hat sie die Masterstudiengänge Alte und Neue Musik an der Musikhochschule Stuttgart studiert und schloss beide 2012 ab. Mit diversen Ensembles hat sie an vielen deutschen und internationalen Festivals teilgenommen wie ECLAT, Donaueschingen Musik Tage, TonArt Esslingen. Von 2016 bis 2020 war Maria Kalesnikava Soloflötistin des TRIO vis-à-vis. 2018 wurde Maria Mitbegründerin des Kulturvereins InterAKT Initiative e. V. (Stuttgart, Deutschland). Außerdem war sie im Vorstand des Stuttgarter Kollektivs für aktuelle Musik e. V. (S-K-A-M e.V.), sowie Social Media Manager von Musik der Jahrhunderte und dem Festival ECLAT. 2017 beteiligte sie sich an der Gründung der Kunstgemeinschaft Artemp, die Veranstaltungen für zeitgenössische Kunst veranstaltet. Im selben Jahr wurde sie künstlerische Leiterin des Kulturzentrums OK16 in Minsk.

2019 kehrte sie nach Minsk zurück, um auf Wunsch des Bankiers Viktor Babariko ein Kulturprojekt zu leiten. Sie wurde nach seiner Verhaftung schließlich Babarikos Wahlkampfmanagerin und nahm seinen Platz im Präsidentschaftswahlkampf 2020 ein. Vor der Präsidentschaftswahl bildete sie zusammen mit Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo ein Frauentrio gegen den regierenden Aleksandr Lukaschenko, das schnell überraschende Erfolge für die Regierung erzielte. Am 7. September 2020 wurde Maria Kalesnikava im Zentrum von Minsk von Unbekannten entführt. Am 9. September 2020 wurde Maria festgenommen und zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie wurde wegen folgender Vergehen nach drei Artikeln des Strafgesetzbuches für schuldig befunden: Aufruf zu Handlungen gegen die nationale Sicherheit, Verschwörung zur Ergreifung der Staatsgewalt mit verfassungswidrigen Mitteln und Gründung und Führung einer extremistischen Gruppe. Seit ihrer Zeit im Gefängnis erhielt Maria Kalesnikova zahlreiche Auszeichnungen im Bereich der Entwicklung der Zivilgesellschaft und des Schutzes der Menschenrechte, zuletzt zusammen mit Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo den Internationalen Karlpreis 2022 zu Aachen.

Als Freunde und Kollegen unterstützen wir Maria weiterhin, indem wir bei Benefizkonzerten für das belarussische Volk und Veranstaltungen zu Ehren von ihr gestalten und durchführen. Wir vergessen ihre Stärke, ihr Talent, ihre Liebe zur Musik und die große Freundschaft, die uns verbindet nicht, und wir werden die Sache weiter unterstützen, bis Gerechtigkeit geschehen ist.

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