Raum für Kreation,
Ausdruck und Zusammenarbeit
Kompositionsaufträge neuer
Musik für unsere Besetzung
Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen
Themen im musikalischen Kontext



Das Neue Musik Ensemble TRIO vis-à-vis (Flöte, Violoncello und Stimme) widmet sich dem Experimentieren und der Forschung an Unbekanntem in der Neuen Musik. Mit Begeisterung begibt sich das Trio auf die Reise zu neuen Klängen, Formaten und zur Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Kunstsparten, die zu spannenden, hochaktuellen und besonderen Musikprojekten führen. Das Trio dient als Plattform für Kreativität, Originalität, der Gestaltung von Neuem und dem künstlerischen Ausdruck sowohl für Solomusiker*innen als auch als Ensemblemusiker*innen.
TRIO
vis-à-vis
Unsere nächste Veranstaltung
Ab Frühjahr
Stuttgarter Kollektiv für aktuelle Musik e. V.
VOLTA LA CARTA
Adolf Hölzel Stiftung (Degerloch, Stuttgart)
Volta la carta („Dreh die Karte um“) ist ein interdisziplinäres Projekt des TRIO vis-à-vis, das Musik, bildende Kunst, Symbolik und Performance zu einem performativen Rundgang durch Museumsräume verbindet. Statt eines klassischen Konzertformats entsteht ein offenes Erfahrungsmodell, in dem das Publikum Kunst intuitiv, assoziativ und emotional erlebt.
Ausgangspunkt ist das Lied Volta la carta von Fabrizio De André, das alltägliche Szenen mit symbolischen und existenziellen Motiven verbindet. Das Prinzip des „Kartenumdrehens“ strukturiert den gesamten Abend: Tarotkarten bestimmen den Weg durch das Museum und verbinden einzelne Kunstwerke mit musikalischen Interventionen des Ensembles.
Der Rundgang beginnt im Museumsfoyer mit einer Aufführung des Liedes. Ein Magier tritt als Kartenleger auf und vermittelt zwischen Musik, Bild und Publikum. Die gezogenen Karten führen jeweils zu neuen Räumen, Kunstwerken und musikalischen Situationen. Dabei bleibt bewusst offen, ob der Weg tatsächlich zufällig entsteht oder Teil einer verborgenen Dramaturgie ist. Die Tarotkarten erscheinen zugleich als Mittel der Sinnstiftung und als Spiel mit Illusion, Projektion und Täuschung.
Im Verlauf werden archetypische Symbole der Tarotkarten mit ausgewählten Werken und musikalischen Improvisationen verbunden. Die Musik fungiert dabei nicht als bloße Begleitung, sondern als eigenständiger Interpretationsraum, der emotionale und imaginative Zugänge zu den Kunstwerken eröffnet. Bedeutungen entstehen situativ im Zusammenspiel von Klang, Bild, Symbol und individueller Wahrnehmung.
Das Projekt wird vom TRIO vis-à-vis gemeinsam mit einem Magier realisiert und entsteht in Kooperation mit dem Tarotmuseum in Leinfelden-Echterdingen, das originalgetreue Drucke historischer Tarotkarten zur Verfügung stellt. Es wird jeweils an die konkrete Ausstellungssituation angepasst.
Volta la carta versteht den Museumsraum als performativen Erfahrungsraum zwischen Konzert, Ausstellung und Ritual, in dem Wahrnehmung, Zufall, Symbolik und Interpretation strukturiert ineinandergreifen.


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Die Geschichte von Maria Kalesnikava

Maria Kalesnikava wurde in Minsk/Weißrussland geboren. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Querflöte und ging später nach Deutschland, um Alte Musik und Neue Musik an der Musikhochschule Stuttgart zu studieren, wo wir uns 2012 kennenlernten. Unsere Freundschaft und ihre Begeisterung und Leidenschaft für zeitgenössische Musik wuchsen und führten dazu, dass sie von 2016 bis 2020 die Soloflötist des TRIO vis-à-vis war. Wir haben gemeinsam sehr interessante Projekte ins Leben gerufen und realisiert und Konzerte im In- und Ausland gespielt, bei denen der Spaß und die Freude am Musizieren immer präsent waren.
Ihre Stärke, ihr Talent und ihrer Enthusiasmus trieb sie an, sich stetig zu verbessern und ihre Träume im künstlerischen Bereich zu verwirklichen. Geleitet durch ihren starken Sinn für Verantwortung, Gerechtigkeit und Freiheit fing sie an, sich intensiv zusammen mit den Oppositionsführerinnen Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo für den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen in Belarus im August 2020 einzusetzen. Am 9. September 2020 wurde unsere Freundin und Musikkollegin inhaftiert und zu 11 Jahren Haft verurteilt.
Glücklicherweise wurde Maria Kalesnikava am 13. Dezember 2025 zusammen mit Maxim Znak und 121 weiteren politischen Gefangenen freigelassen.
Nach fünf Jahren Haft ist unsere Freundin Mascha endlich frei – das schönste Weihnachtsgeschenk!
