Als ein Neue Musik Ensemble ist es für uns sehr wichtig, eng mit den Komponisten zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise nehmen wir uns die Zeit, die Stücke, die zum Großteil für unser Trio geschrieben wurden, in ihrer Tiefe kennenzulernen und auf eine sehr persönliche Art zu spielen.

Eine intensive Probenarbeit mit Lachenmanns „temA“ brachte uns im Februar 2012 während unseres Studiums an der Musikhochschule in Stuttgart zusammen. Die Arbeit mit dieser Komposition und nicht zuletzt mit Lachenmann selbst zeigte uns die besonderen Klangmöglichkeiten und Farben dieser Besetzung auf – Flöte, Stimme und Violoncello!

Anfang 2013 nahmen wir uns vor, Lachenmanns “temA” aufzunehmen und bekamen dabei große Unterstützung von unserem Prorektor und Lachenmann Experten Matthias Hermann. Lachenmann selbst war von unserer Aufnahme so begeistert, dass wir uns entschieden unser Trio auch über das Studium hinaus fortzusetzen. Seitdem beauftragen wir junge Komponisten für unsere Besetzung zu schreiben und mit der Zeit haben wir ein spannendes Repertoire aufgebaut.

Wir sind, wie unsere Besetzung, eine farbenreiche Kombination von Persönlichkeiten und niemand hätte gedacht, dass drei Menschen mit so unterschiedlichem Background so gut zusammen spielen und harmonieren.

Natasha, unsere „Stimme“ aus Madrid, studierte klassischen Gesang in Weimar. Sie arbeitet mit großer Passion und viel Energie als freischaffende Sängerin, Performerin von Neuer Musik und als Performancekünstlerin in vielen verschiedenen Richtungen. Natasha hat einen starken Charakter und ein feuriges Temperament, welches ihr eine einzigartige Bühnenpräsenz verleiht. Wenn Sachen schiefgehen ist ihr Lachen unglaublich ansteckend!

Sabine, unsere deutsche Flötistin aus Schwäbisch Gmünd, fügt die notwendige Bodenständigkeit hinzu, die man als Neue Musik Ensemble benötigt: nicht bei jeder Probe verrückt zu werden…Ihr Herz schlägt für ihr Flötenschüler, denen sie versucht die hohe Kunst des Flötenspiels beizubringen. Als Sabines Eltern sie mit 11 Jahren in den Flötenunterricht schickten, ahnten sie nicht, dass das mit einem Master Neue Musik enden würde. Ihre Mutter zählt heute zu unserem treuesten Konzertpublikum.

Marie Louise, unsere dänische Cellistin, ist die Einzige von uns, die noch studiert – es scheint, als könnte sie nicht genügend Diplome bekommen! Oben im Norden spielt sie mit dem Danish National Symphony Orchestra und ist eine aktive Kammermusikerin. Gelegentlich entkommt sie und reist nach Stuttgart um dort mit ihrem Trio zu proben und mit viel Lust und Eifer zu performen.

Wir drei zusammen bilden eine charmantes, farbenreiches Trio mit viel Charakter. Wie unser Name vis-à-vis andeutet, arbeiten wir zusammen mit viel Respekt füreinander, die Komponisten und das Publikum.

Wir arbeiten und experimentieren mit verschiedenen Künstlern und wirken bei vielen Projekten und Konzerten mit, u.a. bei „Ich, Stuttgart“ im Haus der Geschichte und bei „atem(los)“ in der Musikhochschule Stuttgart, TonArt Festival Esslingen und Neue Töne Open.